Sehr geehrter Herr Prof. Conermann,
Sehr geehrter Herr Gesandter Mizutani,
Sehr geehrter Herr Direktor Honma,
Sehr geehrter Festredner Herr Prof. Kuriki,
verehrte Mitglieder der Gesellschaft für Japanforschung,
verehrte Leiter der Sektionen und Arbeitsgemeinschaften,
verehrte Referenten,
verehrte Teilnehmer des Japanologentages,
meine Damen und Herren,
ich darf Sie ganz herzlich zum 13. deutschsprachigen Japanologentag in Bonn begrüßen. Wer mit der Zahl 13 Probleme hat, den kann ich beruhigen. Es ist der 13. deutschsprachige Japanologentag nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Vorher hat es aber schon zwei Japanologentage gegeben. Diese wurden vom schon verstorbenen Kollegen Ramming 1935 und 1936 in Berlin veranstaltet. Für 1938 war ein dritter geplant, der aber immer wieder verschoben und schließlich wegen des begonnenen Krieges ganz aufgegeben wurde. Wir können also mit guten Gründen auch vom 15. deutschsprachigen Japanologentag sprechen.
Für den diesjährigen Japanologentag haben wir den eigentlich üblichen drei Jahres-Rhythmus, der zur Durchführung der Veranstaltung im Jahr 2005 hätte führen müssen, Sie erinnern sich, der letzte Japanologentag fand im Jahre 2002 statt verändert. Das geschah mit Rücksicht auf die Tagung der European Association of Japanese Studies, die im Jahre 2005 in Wien stattfand und mit Rücksicht auf die Kollegen, die aktiv in das Jahr „Deutschland in Japan“ eingebunden waren, das von April 2005 bis März diesen Jahres in Japan veranstaltet wurde.
Außerdem haben wir die Organisationsstruktur verändert. Traditionell wurde die Organisation von einer örtlichen universitären Einrichtung der Japanforschung im deutschsprachigen Raum allein durchgeführt. Nachdem sich auf dem letzten Japanologentag aber keine dieser Einrichtungen bereit erklärte, die Organisation zu übernehmen, hat der Vorstand des Trägers des Japanologentages, die Gesellschaft für Japanforschung, beschlossen, einen Teil der Last im Vorstand der Gesellschaft selbst zu schultern und den Leitern der Sektionen und der Arbeitsgemeinschaften einen großen Teil der Arbeit zu überlassen. Trotzdem ist natürlich sehr viel Arbeit beim örtlichen Veranstalter, der Abteilung Japanologie des Instituts für Orient- und Asienwissenschaften der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn hängen geblieben, die, obwohl sie schon den vorhergehenden Japanologentag ausgetragen hatte, wieder bereit war, die Arbeit auf sich zu nehmen. Dafür sei ganz herzlich Danke gesagt.
Eigentlich ist es unüblich, Kollegen im Vorstand zu danken, die ohnehin kraft Amtes für eine Aufgabe zuständig sind. Hiervon möchte ich aber heute mal eine Ausnahme machen. Ich möchte nämlich meinen Vorstandskollegen, Herrn PD Dr. Günther Distelrath aus Bonn, auch ganz persönlich dafür danken, dass er die Hauptaufgabe der Organisation in Bonn übernommen hat. Ich bin sicher, dass der Bonner Vorstandskollege Prof. Dr. Peter Pantzer, der heute die Leitung der Eröffnungsveranstaltung innehat, dagegen keine Einwände erhebt. Beide wiederum haben mir auf der gestrigen vorbereitenden Vorstandssitzung der Gesellschaft gesagt, dass sie auf die außerordentlich tatkräftige Unterstützung der studentischen Mitarbeiter zurückgreifen konnten. Diesen hat deshalb auch unser Dank zu gelten.
Wie und wo es von nun an mit dem Japanologentag weitergeht, werden wir in der Mitgliederversammlung der Trägergesellschaft, am Mittwoch, den 13. um 19.00 Uhr festlegen. Ich darf deshalb alle Mitglieder noch einmal nachdrücklich bitten, an dieser teilzunehmen und gleichzeitig Anwesende, die die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllen, den in den Tagungsunterlagen enthaltenen Antrag auf Mitgliedschaft auszufüllen und einem der Vorstandsmitglieder in die Hand zu drücken.
Die Finanzierung des diesjährigen Japanologentages war wieder nur durch eine großzügige Spende der Japan Foundation möglich. Dafür möchte ich mich bei dem Leiter des Japanischen Kulturinstituts in Köln, Herrn Direktor Yutaka Honma, ganz herzlich bedanken. Allerdings war es erforderlich, den Anteil der Eigenleistung der Gesellschaft und die Teilnahmegebühren zu erhöhen. Trotzdem läuft es nur giri giri, um einen treffenden japanischen Begriff zu benutzen. Ich darf deshalb alle Teilnehmer, die bisher nicht bezahlt haben, inständig bitten, die jeweiligen Teilnahmegebühren am Empfang zu entrichten.
Die universitäre Beschäftigung mit Japan in der Bundesrepublik Deutschland ist aus meiner Sicht in einer deutlichen Krise. Die Stichworte „kleine Fächer“, Finanzmangel, Personalabbau, Asiatisierung usw. sind uns allen vertraut. Wir wollen uns deshalb in einem Panel, das freundlicherweise von meiner Marburger Kollegin Frau Dr. Katja Schmidtpott vorbereitet wurde, am Donnerstag, den 14.9. um 14.30 Uhr mit Vertretern des Wissenschaftsrates und der Hochschulrektorenkonferenz über mögliche Überlebensstrategien unterhalten.
Schließlich darf ich alle registrierten Teilnehmer zu einem Empfang am Donnerstag abend einladen, der von der Gesellschaft zusammen mit der Japanischen Botschaft in Berlin ausgetragen wird. Für die finanzielle Beteiligung möchte ich mich hier bei Herrn Akira Mizutani, den Gesandten der Japanischen Botschaft, bedanken. Und noch ein Novum. Erstmals haben wir die Organisationen eingeladen, die Japan-Stipendien vergeben: Japan Society for the Promotion of Science und Japan Foundation auf japanischer Seite die übrigens die Gelegenheit des Japanologentages nutzen, ihre jeweiligen Alumni zu Sonderveranstaltungen einzuladen und auf deutscher Seite die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland werden am Donnerstag 18.00 Uhr vor dem Empfang Präsentationen geben, zu denen ich auch herzlich einladen möchte.
Wie Sie vielleicht schon gesehen haben, werden die Beiträge des letzten Japanologentages in vier Bänden veröffentlicht, die thematisch getrennt sind. Der Band III über Sprache, Sprachwissenschaft und Sprachforschung liegt schon vor. Die restlichen können Sie entweder einzeln oder en bloc bestellen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!